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Schitterend lenteweer. 19.00 – 21.00. Kanne – Albertkanaal – Visee – klim vanaf 5-sprong – fietspad Richelle – Dalhem – Mortroux – Mauhin – Neufchateau – La Heydt – Warsage – ‘s Gravensvoeren – Moelingen – Lixhe – Lanaye – Kanne

Schitterend lenteweer. 19.00 – 21.00. Kanne – Albertkanaal – Visee – klim vanaf 5-sprong – fietspad Richelle – Dalhem – Mortroux – Mauhin – Neufchateau – La Heydt – Warsage – ‘s Gravensvoeren – Moelingen – Lixhe – Lanaye – Kanne

3 hours in a train (Maastricht – Amsterdam + delay) gave me the opportunity to — finally — work through the passages in Flusser’s writing that I had indicated by sticking a small yellow post-it on pages. So that’s why there are so many Flusser-posts all of a sudden.
I wonder if i should go about this in another way — like putting the quotations in ‘pages’ instead of making them part of the blog. (And keeping the blog really as a more or less daily record of what I’m up to…)
Probably the right answer to this, from the perspective of ‘how-to-make-a-well-edited-blog’, is “yes, if you dump so much stuff at once, use ‘write page’, not ‘write post’.” (Although, technically speaking there’s no difference between pages and posts).
‘(…) (D)amals (am Ursprung der Zivilisation) betrachtete man diese ersten Intellektuellen als Propheten: leute die die künftige Wässerzufuhr voraussehen könnten.’ p. 302
‘Alles darstellen, das der entwerfenden Einstellung folgt, beruht auf theoretischem Schauen.’ p. 302
‘Nicht meht als Subjekt von Objekten, sondern als Projekt für Objekte beginnt der Mensch sich zu verstehen. Er stellt die Welt in erster Linie nicht meht als ihm gegeben dar, sondern eher als von ihm entworfen, und sich selbst nicht mehr als dem Gegebenen unterworfen, sondern sich entwerfend.’ p. 307
Vilém Flusser, ‘Abbild — Vorbild’, in Schriften, Band I, Lob der Oberflächlichkeit, für eine Phänomenologie der Medien, Bollmann, Mannheim, 1995.
‘Man hat, kurz gesagt, damals entdeckt, daß man die Welt weder einfach anzusehen, noch sie zu beschreiben hat, sondern daß man sie kalkulieren muß, wenn es darum geht, sie in den Griff zu bekommen, sie zu begreifen. Die Welt ist zwar unvorstellbar und unbeschreiblich, dafür aber kalkulierbar.’ p. 273
Vilém Flusser, ‘Digitaler Schein’, in Schriften, Band I, Lob der Oberflächlichkeit, für eine Phänomenologie der Medien, Bollmann, Mannheim, 1995.
‘Nicht werd Objekte besitzt (Rohmaterial, Industriekomplexe, Waffen), sondern wer Programme ausarbeitet und verbreitet, beherrscht die Gesellschaft (“Informationsimperialismus”).
‘Hoffnungsvoll and der Computerkunst ist nicht der Umstand, daß dabei etwas Schönes herauskommt — oder wie immer wir den Begriff “Kunst” fassen mögen –, sondern daß dabei Apparate tatsächlich von individuellen Menschen für ihre indivduellen Zwecke programmiert werden. Diese Menschen zwingen den Apparat, etwas zu tun (..) was nicht im Programm steht. Sie zwingen ihn, etwas von sinenen Herstellern nicht Vorgesehenes, etwas Unerwartenes zu machen. Unvorgesehene, unerwartenen Situationen heißen “Informationen.”.’ p. 261
Vilém Flusser, ‘Kunst und Computer’ in Schriften, Band I, Lob der Oberflächlichkeit, für eine Phänomenologie der Medien, Bollmann, Mannheim, 1995.
‘”(K)omputieren” (ist) ein Versuch (…) zerschmetterte Dinge laut Programm umzuformen.’
Vilém Flusser, ‘Komputieren’, in Schriften, Band I, Lob der Oberflächlichkeit, für eine Phänomenologie der Medien, Bollmann, Mannheim, 1995.
‘Texte sind Informationen, die privat ausgearbeitet und dann veröffentlicht werden. Diese Informationen werden dem Empfängern im öffentlichen Raum (in der “Republik”) zugänglich. Auf diese Weise etabliert diese spezifische Kommunikationsstruktur private Räume, in denen Informationen hergestellt werden, und öffentliche Räume, wo diese Information empfangen wird.’ p. 238
‘Früher waren die Menschen “politisch engagiert” ob sie nun wollten oder nicht. (…) [Nu moeten de mensen thuisblijven om aan informatie te komen]. Die Leute werden “politisch desengagiert”, weil der öffentliche Raum, das Forum, nutzlos wird. In diesem Sinne wird behauptet, daß das Politische tot ist und die Geschichte in die Nachgeschichte übergeht, wo nichts fortschreitet und alles bloß passiert.’ p. 239/240
Vilém Flusser, ‘Das Politische im Zeitalter der technischen Bilder’ in Schriften, Band I, Lob der Oberflächlichkeit, für eine Phänomenologie der Medien, Bollmann, Mannheim, 1995.
‘Politisch zielt die Botschaft auf eine Entpolitisierung des Empfängers. Strukturell ist das politische Leben ein rhythmischen Vorstoßen aus dem privaten Raum in den öffentlichen. Die res publica setz eine res privata voraus, das forum einen domus; denn der öffentlichen Raum ist ein leerer Raum zwischen privaten Räumen und von den privaten Räumen aus zu füllen. “Politisieren” heißt publizieren. Das Fernsehen dreht dieses Verhältnis um: es ist ein Vorstoß des Öffentlichen ins Private. Es publiziert nicht das Private, sondern privatisiert das Publike.’ p. 187
‘Das hat eine doppelte Folge: Es führt einerseits zur Vereinsamung, zur Entpolitisierung des Empfängers und andererseits zur allgemeinen Invasion des Privaten, zum Totalitarismus. Auch dies ist ein Motiv aller Fernsehbotschaft.’ p. 187
‘Die drei Werkzeugen [Fenster, Türen, Wände] mussen synchronisiert werden, sollen sie sinnvoll funktionieren. Zum Beispiel so: Ausblick aus dem Fenster (Orientierung), gefolgt von Vorstoß aus der Tür (oreintiertes Engagement), gefolgt von der Rückkehr in die Wände (Einkehr). Dies ist der Rhythmus des menschlichen Lebens, und ohne Wände, Fenster, und Türen kann der Mensch nicht sinnvoll leben. Sie sind lebenswichtige Instrumente.’ p. 188/189
‘Dem dialogischen Netzsystem entspricht die Stimmung der Verantwortung (Möglichkeit zur Antwort) und der Tätigkeit (Ausarbeitung von Informationen). Dem diskursiven Rundfunksystem entspricht die Stimmung des Autorität und de Konservatismus (Speicherung einer Anerkannten Information) und des Konsums (Verschlucken und Verdauen von Informationen).’ p. 194/195
Die okzidentale Kommunikation bedient sich traditionell zweier Codetypen: dem zweidimensionalen imaginativen und dem eindimensionalen konzeptuellen. Zweidimensionalen Codes übermitteln Bilder (Gestalten) der Phänomene. Eindimensionale tasten die Phänomene ab und verwandeln sie in Prozesse.’ p. 197
Sollte der Durchbruch zu einem offenen Fernsehnetz gelingen, an dem ebensoviele partner teilnehemen würden wie am gegenwärtigen Fernsehrundfunk oder am gegenwärtigen Post- und Telefonnetz, dann würde sich die Struktur des Gesellschaft grundsätzlich geändert haben. Alen fenstern stünden dann allen offen, um mit allenzu sprechen, und zwar über eine neue Art wahrgenommene Wirklichkeit zu sprechen. Dies käme einer allgemeinen Politisierung gleich, denn die Gesellschaft wäre dann um eine kosmische agora versammelt, und jeder könnte publizieren. (…) Herscht heute Mangel an Dialog, dann würde dort mangel an Diskurs bestehen. Mit der allgemeinen Politisierung bestünde die Tendenz den privaten Raum zu entleeren.’ p. 199
Vilém Flusser, ‘Für eine Phenomenologie des Fernsehens’ in Schriften, Band I, Lob der Oberflächlichkeit, für eine Phänomenologie der Medien, Bollmann, Mannheim, 1995.
‘So wie sie gegenwärtig (1989) geschaltet sind, machen die neuen Medien Bilder zu verhaltensmodellen und Menschen zu Objekten, aber sie können anders geschaltet werden und damit Bilder in Bedeutungsträger und Menschen zu gemeinsamen Entwerfern von bedeutung verwandeln.’ p. 152
Vilém Flusser, ‘Bilder in den neuen Medien’ in Schriften, Band I, Lob der Oberflächlichkeit, für eine Phänomenologie der Medien, Bollmann, Mannheim, 1995.
‘Der Akt des Füllens von Formen mir Erscheinungen heißt “formulieren”, “formalisieren” und sein Resultat heißt “informieren”. p. 122
Vilém Flusser, ‘Farben statt Formen’ in Schriften, Band I, Lob der Oberflächlichkeit, für eine Phänomenologie der Medien, Bollmann, Mannheim, 1995.