Vilem Flusser, Alphanumerische Gesellschaft

Im Unterschied zu Algorithmen und Bildern handelt es sich nicht um Informationen, die zuerst empfangen und dann analysiert werden müssen, sondern um Informationen, die analysiert werden müssen, um überhaupt empfangen werden zu können. Das lesen von Buchstaben erfordert eine grössere Anstrengung als das lesen von Ideogrammen, es ist unbequemer. Dafür macht es ein unkritisches empfangen von Informationen unmöglich.

Vilem Flusser, ‘Alphanumerische Gesellschaft’, in Medienkultur, Fischer, Frankfurt/Main, 1997, p. 57

quotations,research,ubiscribe | March 30, 2006 | 13:06 | comments (0) |

Vilem Flusser, Alphanumerische Gesellschaft

Beim Lesen und Schreiben nehmen wir Abstand von der Sprache: sie ist nicht mehr ein Medium, durch welches hindurch wir etwas ausdrücken, sondern sie wird zum einem Objekt, auf das wir Buchstaben drücken. Diese Distanz zur Sprache, dank welcher sie zu einem Gegenstand wird, charakterisiert das Schreiben.

Vilem Flusser, ‘Alphanumerische Gesellschaft’, in Medienkultur, Fischer, Frankfurt/Main, 1997, p. 55

quotations,research,ubiscribe | March 30, 2006 | 13:03 | comments (0) |

Vilem Flusser, Alphanumerische Gesellschaft

Für die Schriftkundigen ist Theorie ein kontemplatives Lesen unveränderlichen Formen. Jetzt wird sie zu Tätigkeit: sie hat Modelle für die Praxis vorzuschlagen und diese Modelle fortschreitend anhand der Praxis zu verbessern.

Vilem Flusser, ‘Alphanumerische Gesellschaft’, in Medienkultur, Fischer, Frankfurt/Main, 1997, p. 49

quotations,research,ubiscribe | March 30, 2006 | 12:58 | comments (0) |

Vilem Flusser, Alphanumerische Gesellschaft

Dank der Erfindung des Alphabets ist Geschichte im eigentlichen Sinn überhaupt erst möglich geworden, und zwar nicht, weil das Alphabet die Geschehnisse festhält, sondern weil vorher gar keine Geschehnisse, sondern nur Ereignisse denkbar waren. Laut diese Erklärung verfügen nur jene, die des Alphabets mächtig sind, über ein historisches Bewusstsein.

Vilem Flusser, ‘Alphanumerische Gesellschaft’, in Medienkultur, Fischer, Frankfurt/Main, 1997, p. 44

quotations,research,ubiscribe | March 30, 2006 | 12:46 | comments (0) |

Vilem Flusser, Alphanumerische Gesellschaft

Das Modell dabei ist die Furche: Die schreibende Hand gräbt die Furche und sät den Samen, und das lesende Auge klaubt das gereifte Getreide. Daher heisst “schreiben” (scribere, graphein) ursprunglich “ritzen, graben” und “lesen” (legere, legein) unrsprünglich “klauben”. Das bedeutet, dass das schreibende und lesende Denken gezwungen werden, linear, prozessuell vorzugehen.

Vilem Flusser, ‘Alphanumerische Gesellschaft’, in Medienkultur, Fischer, Frankfurt/Main, 1997, p. 44

quotations,research,ubiscribe | March 30, 2006 | 12:41 | comments (0) |

Vilem Flusser, Alphanumerische Gesellschaft

Das heisst, flexionierende Sprachen verschlüsseln die Informationen zu Prozessen, agglutinierende zu Gestalten, isolierende zu Szenen. Diese Unterscheidung ist nur sehr grob, weil Sprachen offene Systeme sind und ineinandergreifen.

Vilem Flusser, ‘Alphanumerische Gesellschaft’, in Medienkultur, Fischer, Frankfurt/Main, 1997, p. 44.

quotations,research,ubiscribe | March 29, 2006 | 20:40 | comments (0) |

Vilem Flusser, Alphanumerische Gesellschaft

Die in Luft übertragenen Informationen können “orale” Kultur, die in harte Gegenstande übertragenenen “materielle” Kultur genannt werden. Es handelt sich um zwei verschiedenen Gedächtnisstützen. Die Luft hat den Vorteil, dem Aufdrücken von Informationen kaum Widerstand zu leisten, dafür den Nachteil, Geräuschen offenzustehen und daher die ihr aufgedrückten Informationen schnell zu verlieren. (…) Die orale Kultur ist artikulierter als die materielle, aber sie ist flüchtig, und die materielle ist dauerhafter als die orale, aber weniger geschmeidig.

Vilem Flusser, ‘Alphanumerische Gesellschaft’, in Medienkultur, Fischer, Frankfurt/Main, 1997, p. 43

quotations,research,ubiscribe | March 29, 2006 | 20:36 | comments (0) |

92/4.00

Na veel regen eindelijk warm. 17 graden. Harde ZW-wind, veel bewolking, soms een beetje zon. Route is soms verrassend mooi (rond Bilzen), valt soms wat tegen (Mechelse Heide). 2 maal kom ik op een modderpad terecht omdat ik de fietsknooppunten volg. Kanne – Muizenberg – kanaal – Smeermaas – Uikhoven – Rekem – ri. Opgrimbie – Mechelse Heide – ‘op de berg’ – As – Genk (‘aangetikt’) -Wiemersmeer – Zutendaal – Ford fabrieken – Munsterbilzen – Bilzen – Alden Biesen – Vlijtingen – Zichen – Eben-Emael – Kanne.

cycling,nl | March 26, 2006 | 17:21 | comments (0) |

65/2.53

Eindelijk warmer, tot 13 graden. ‘s Ochtends regen, later opklaringen en meer zon dan de weersverwachtingen voorspelden. Fikse W-wind. Nog geen boom/struik is uitgelopen. Alleen hier en daar sneeuwklokjes (die zie ik normaliter in januari, toch?) 12.00 – 15.00. Wat onduidelijke route, paar keer fout gereden, een ontdekkingstocht. Kanne – St. Pierre – Eben – Moulin du Broukay – Zichen (klim) – Val-Meer – Bassenge – Roclenge – Rue Montagne (steile klim) – Roclenge – Sluis – ri. Tongeren – Kevie (v.v. natuurgebied, onverhard, tweede deel niet te doen met de racefiets) – Tongeren – Henis – ‘s Herenelderen – Genoelselderen – Riemst – Vroenhoven (weer verkeerd gereden, net als voorbij Tongeren) – Kanne.

cycling,nl | March 25, 2006 | 17:13 | comments (0) |

84/3.58

Eerst mist, later zon. 12.00 – 16.30. Veel stilgestaan om op de kaart te kijken. 3 – 6 graden, lastige NO-wind. Nog altijd handschoenen-weer. Kanne – Lanaye – Mouland – St. Martensvoeren – Ulvend (favoriete klim) – Slenaken (Schilberg af, grensweg op) – Teuven – Bois d’Opsinnich (favoriete klim) – Sippenaeken – Plombieres – Moresnet – Hombourg – Aubel – Val Dieu – Bois de Mauhin (favoriete klim) – Mortroux – Warsage – St. Martensvoeren – Mouland – Lanaye – Kanne.

cycling,nl | March 19, 2006 | 17:07 | comments (0) |
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